Moderne Lilien-Hybriden

Standort

Hochentwickelte Lilien-Hybriden brauchen viel Sonne um starke Stiele zu machen.

Boden

Gut durchlässiger und nährstoffreicher Boden. Für guten Wasserabzug sorgen.   
Gut spatentief umgraben und gut lockern. 

Pflanzung

Da die Wurzeln der Lilien im Herbst und Winter wachsen, sollen sie grundsätzlich im frühen Herbst gepflanzt werden. Dies bewirkt ein gutes Anwachsen. Die Zwiebel wird mit der doppelten Höhe an Erde bedeckt als sie hoch ist.
D.h.: eine ca. 5 cm hohe Lilienzwiebel wird mit 10 cm Erde über der Spitze bedeckt.

Die Erde, die die Zwiebel direkt umgibt sollte 1:1 mit Perlite oder Sand vermischt werden.
So vermeidet man Staunässe und Fäulnis.

Gut mulchen um die Feuchtigkeit im Boden zu halten – auch sehr wichtig während der Sommermonate!

Bei Kübelpflanzung ist ganz besonders auf eine gute Drainage zu achten.
Es empfiehlt sich, zu unterst eine ca. 5 cm hohe Schicht aus Styroporchips o.ä. einzubringen.

Rest s.o. Über den Winter an einen etwas geschützten, nicht vollberegneten Platz bringen.

Pflege

Im Frühjahr sollte der Boden um die Pflanzen herum leicht gelockert werden. Vorsicht: die neuen Austriebe brechen sehr leicht!
Nach der Blüte sollten die Samenkapseln entfernt werden. Am besten bis zum 1. Blatt von oben gesehen abschneiden. So sieht die Pflanze über den Sommer ordentlich aus. NIEMALS die Triebe komplett abschneiden!!! Die Pflanze zieht im Herbst die gesamten Nährstoffe aus dem Stiel zurück in die Zwiebel um Kraft für die nächste Saison zu generieren.
Im Herbst werden die (braunen) Stiele knapp über dem Boden abgeschnitten.

Düngung

Die modernen großen Lilien benötigen sehr viele Nährstoffe, um ihre volle Schönheit zu entfalten.
Es empfiehlt sich, bei Austriebsbeginn eine flache Handvoll pro Stiel an Blaukorn oder Rosendünger zu geben. Eine weitere (leichtere) Düngung erfolgt dann Anfang Juli vor der Blütezeit.
Hört sich viel an, ist aber absolut notwendig. Lilien sind Starkzehrer!

Schädlinge

So robust die Lilien auch sind, Schädlinge
setzen ihnen trotzdem zu.
An erster Stelle steht hier das Lilienhähnchen. Ein eigentlich hübsches knallrotes Käferchen - wenn da nur nicht die ekligen Larven wären. Diese (und auch die Käfer selbst) fressen die Lilienblätter rigoros ab.
Um die Lilien zuverlässig zu schützen, hilft eine Spritzung im Frühjahr sobald der erste Käfer gesichtet wird. Verwendet wird „Bi58“ oder „Bayer Kombi-Schädlingsfrei“. Beides systhemische Mittel, die durch den Saftstrom in der gesamten Pflanze verteilt werden. In der Regel reichen 2 Spritzungen im Abstand von 4-6 Wochen völlig aus.
Dies hilft auch gegen Blattläuse, die ebenfalls sehr gerne an den Lilien saugen.

Die andere Methode ist das Absammeln der Käfer (Achtung: sie lassen sich bei der geringsten Berührung fallen und sind auf dem Rücken liegend nicht mehr zu finden) sowie das Abstreifen der matschigen Larven. Beides nicht besonders ästhetisch und gewöhnungsbedürftig.

Wichtig ist auch, vor allem während des Austriebs im Frühjahr, der Schutz vor Schneckenfraß! Hier kann ich nur Ferramol-Schneckenkorn empfehlen, alles andere hat keinen Sinn.

Fazit: Wer richtig schöne Lilien haben möchte, kommt um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nicht herum. Ein ordnungsgemäßer Einsatz belastet die Umwelt nicht nennenswert. Es lohnt sich auf alle Fälle!

Achten Sie unbedingt auf Wühlmäuse!

Viel Spaß und Erfolg mit Ihren neuen Lilien, um die man Sie beneiden wird!

le pierre Traumpflanzen

Claus Lüer
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